Bislang hätten rund 3.000 Firmen Zusagen für 44.000 Arbeitsplätze gemacht. Die Anträge auf das hierzulande neuartige Kurzarbeitergeld können seit dem 29. April gestellt werden; mit Stand 1. Mai hatten 500 Unternehmen für 5.000 Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet. Der Minister bezeichnete die staatlichen Lohnzuschüsse zur Bewahrung der Arbeitsplätze als wichtigstes Element des Aktionsplans. Hatten sich im April (zu den anfänglich noch deutlich schlechteren Konditionen) vornehmlich kleinere Firmen um die Beihilfen beworben, steigt die Zahl der unter den Schutzschirm gelangenden Arbeitnehmer pro Unternehmen seither dynamisch. Die Regierung rechnet wegen der vereinfachten Bedingungen und Administration mit mehreren 100.000 Anträgen auf Kurzarbeitergeld, die Arbeitgeberverbände gehen von gut und gerne 300.000 involvierten Arbeitnehmern aus. Gulyás versuchte den nunmehr rasanten Anstieg bei den Anträgen als Erfolg zu verbuchen; demnach hätten die Unternehmen auf diese Beihilfen gerechnet und garantierten im Gegenzug Arbeitsplätze. „Denn das ist im Moment das Wichtigste: Arbeitsplätze zu bewahren und nach Möglichkeit neue zu schaffen“, hielt der Minister fest.

Die von der EU bereits gebilligte Investitionsförderung im Volumen von 50 Mrd. Forint sei ausgeschöpft, erklärte Gulyás, der eine zügige Entscheidung der Regierung bezüglich einer Aufstockung des Programms versprach. Hier können Firmen bis zu 800.000 Euro an Zuwendungen beantragen, wenn sie mindestens einen gleichhohen Anteil an Eigenmitteln in die Investition stecken. Zum Aufschub des BMW-Projekts in Debrecen wiederholte der Kanzleramtsminister, Außenwirtschaftsminister Péter Szijjártó werde sich in der kommenden Woche mit dem Management des bayrischen Autobauers konsultieren. BMW habe aber bereits bekräftigt, dass die Investition kommt. 2023 sei das frühestmögliche Fertigstellungsdatum für das Automobilwerk, „wir hoffen sehr, dass sich dieser Termin halten lässt“.

Zu den Beschränkungen wegen der Corona-Krise merkte Regierungssprecherin Alexandra Szentkirályi an, diese gelten vorläufig bis zum 18. Mai. Die Regierung hoffe, dass der Inlandstourismus spätestens im Juni (außerhalb der Hauptstadt) wieder anlaufen kann. Dessen ungeachtet dürfen aber auch Bürger aus der Hauptstadt – unter Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen – aufs Land fahren, um Zweitwohnungen aufzusuchen, ebenso wie zu Erholungszwecken. Der Kanzleramtsminister stellte klar, die Regierung wolle die Notstandslage „nicht einen Tag länger aufrechterhalten, als dies notwendig ist“.

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