„Wir unternehmen alles, um Ungarn auf jene effiziente Modernisierungsbahn zurückzuführen, die das Land vor dem Virus kennzeichnete“, sagte der Präsident der Ungarischen Nationalbank (MNB). Die abgestimmt mit der Regierung im letzten Monat durch die MNB eingeleiteten Maßnahmen seien geeignet, die Wirtschaft und die Familien zu stützen. Matolcsy sprach von Herausforderungen nie erlebter Ausmaße und brach eine Lanze für die einheimischen KMU. Diese bildeten das Rückgrat der ungarischen Volkswirtschaft und sollen durch die neu aufgelegte Konstruktion des Kreditwachstumsprogramms NHP aktiviert werden: „Wir wollen, dass die KMU von diesen Instrumenten Gebrauch machen, denn die ungarische Wirtschaft steht am Tor einer großen Zukunft.“

In Verbindung mit dem neuen NHP übte Matolcsy scharfe Kritik am Präsidenten der Ungarischen Industrie- und Handelskammer (MKIK): László Parragh sei in den Kreis der Produzenten von Fake News eingetreten, als er behauptete, die Kreditprogramme der MNB würden nicht zur Finanzierung der KMU beitragen. Parragh hätte sich kaum schwerer irren können. Schließlich habe das NHP zwischen 2013 und 2017 rund 40.000 KMU mit günstigen Kreditmitteln im Gesamtvolumen von 2.800 Mrd. Forint ausgestattet, woraufhin das BIP um 3,5 Prozentpunkte angehoben wurde. Der Kammerpräsident reagierte am Samstag gegenüber dem Wochenblatt „168 Óra“ auf die Vorwürfe: „Wir wissen nicht, wovon der Notenbankpräsident spricht.“ Die MKIK habe die Kreditprogramme der MNB nie beanstandet, sondern jederzeit betont, es brauche verschiedene Instrumente, die sich optimal ergänzen. „Als maßgeblicher Akteur der Makrowirtschaft versieht die MNB ihre Aufgaben ausgezeichnet, während die MKIK die Interessen der Wirtschaft objektiv vertritt“, schrieb Parragh in einer Stellungnahme an die Zeitung.

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