Konkret handelt es sich um das seit sieben Jahren verfolgte Ausbildungsprogramm „MIT Catalyst“, das sich an PhD-Studenten wendet, um diese in marktfähige Forschungsprojekte im Gesundheitsbereich einzubinden. Angeleitet vom Bedarf der klinischen Versorgung wird ein neuer Ansatz der Entwicklungen verfolgt, bei denen die Doktoranden mit Mentoren aus der Industrie bzw. aus Kliniken und Universitäten zusammenarbeiten. Bislang konnte das MIT 88 Forschungsgruppen in 31 Einrichtungen etablieren, woraufhin 16 Projekte oder Produktentwicklungen anliefen und 5 Startups gegründet wurden. Debrecen und seine Universität werden nun – ähnlich wie Erlangen und Madrid – zu vollwertigen europäischen Zentren dieses MIT-Forschungsprogramms deklariert. Das Ausbildungszentrum kam mit Unterstützung von GE Healthcare zustande; der Vizepräsident von GE Magyarország, Endre Ascsillán, unterrichtet als Dozent an der Universität und leitet das dort ansässige Institut für Ingenieurs- und Geschäftsinnovationen (MÜZLI).

„Die Anstrengungen der Regierung, die internationale Einbettung des Hochschulwesens zu stärken sowie die Effizienz von Forschung, Entwicklung und Innovationen zu erhöhen, scheinen sich nun auszuzahlen“, kommentierte das Staatssekretariat für Hochschulbelange im Ministerium für Innovationen und Technologien (ITM) die Entscheidung des MIT, das ähnlich wie zuvor die Fundan-Universität aus China Potenzial in Ungarn sehe. Nachdem mittlerweile gleich zehn ungarische Hochschuleinrichtungen in der Rangliste von Quacquarelli Symonds (QS) aufgeführt werden, setzt das MIT nun Debrecen auf die Weltkarte der F+E+I-Netzwerke. Minister László Palkovics (M., auf dem Foto bei der konstituierenden Sitzung des Wissenschaftspolitischen Rates) verhandelte im vorigen Jahr wiederholt mit dem MIT, empfing im Herbst eine Delegation des Programms „MIT Catalyst“ und GE-Spitzenmanager. Im April reist der ITM-Ressortleiter für weitere Konsultationen nach Boston.

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