Dem vom Finanzministerium eingereichten Gesetzpaket zufolge sollen ab dem 1. Juli 2020 der Rentenbeitrag, die Gesundheitsabgabe und die Arbeitsmarktabgabe mit der SV-Abgabe verschmelzen und diese dann einheitlich 18,5% betragen. Außerdem sollen ab dem 1. Juli 2020 alle Rentner, die noch berufstätig sind, keine Abgaben mehr entrichten, d. h sie werden von der SV-Abgabe und der Einkommenssteuer befreit. Im Zuge der Steuervergünstigung kommen Familien mit Kindern 2020 ca. 380 Mrd. Forint zugute. Zudem erhalten Mütter mit mindestens vier Kindern aufgrund des bereits vom Parlament im Frühjahr verabschiedeten Aktionsplans zum Schutz der Familien ab dem 1. Januar 2020 vollständige Einkommensfreiheit.

Die Steuer- und Finanzbehörde (NAV) wird ab Frühjahr 2021 für Unternehmen den Entwurf ihrer Umsatzsteuererklärung erstellen. Im Kampf gegen die Schwarzwirtschaft sollen zudem praktisch für alle Rechnungen die Daten online an die NAV übermittelt werden – bislang nur von Unternehmen bei Rechnungen mit Umsatzsteuern über 100.000 Forint, ab Januar 2021 dann auch die Daten von an Privatpersonen ausgestellten Rechnungen. Ab dem 1. Juli 2020 sollen so auch für alle umsatzsteuerfreien Dienstleistungen, so z. B. private medizinische Leistungen, Zahnarzt oder Bildungsleistungen Rechnungen bzw. Quittungen ausgestellt werden.

Wie Varga betonte, habe sich das Online-Rechnungssystem Analysten zufolge bewährt und innerhalb eines Jahres in die Staatskasse zusätzliche Einnahmen in Höhe von 200-250 Mrd. Forint gespült. Die Einführung des Systems habe eine bestimmende Rolle dabei gespielt, dass 2018 die Höhe der Umsatzsteuervermeidung unter 10% gesunken ist.

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