Varga möchte auf der Regierungssitzung in der kommenden Woche Vorschläge für mehrere Programme unterbreiten. So könnte das Budget für das Programm „Moderne Städte“ um 30 Mrd. auf 82 Mrd. Forint, die Unterstützung der Errichtung von Gewerbeparks um 60 Mrd. Forint angehoben werden. Die Kapitalaufstockung der Eximbank in Höhe von 45 Mrd. Forint könnte noch in diesem Jahr erfolgen. Erreicht werden soll, dass die ungarische Wirtschaft nach Jahren ohne Kredit nun mit starker Kreditierung durch die Banken wachsen kann. Die ersten Anzeichen für die Umsetzung dieses Plans sind bereits sichtbar, infolge der Senkung der Bankensondersteuer steigt der Unternehmenskreditbestand wieder. Varga informierte, dass die Steuereinnahmen über den Erwartungen sprudeln: Die Einnahmen aus der Körperschaftsteuer liegen z. B. 131,6 Mrd. Forint über dem Vorjahreswert.

Im Zeitraum Januar-Oktober sind auch die Mehrwertsteuereinnahmen deutlich, um 80 Mrd. Forint angestiegen. Die Einnahmen aus der Einkommensteuer erhöhten sich im Jahresvergleich um 1,3%. Zugleich sanken die Ausgaben des Staatshaushaltes in den ersten 10 Monaten dieses Jahres um 583 Mrd. Forint zum Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zinsausgaben Ungarns waren um 71,4 Mrd. Forint niedriger als Ende Oktober 2015, was u. a. auf die positive Bewertung der Ratingagenturen sowie das günstige Zinsumfeld zurückzuführen ist. Varga rechnet damit, dass sich die günstigen Tendenzen im Staatshaushalt im verbleibenden Teil dieses Jahres fortsetzen und das von der Regierung aktuell prognostizierte Haushaltsdefizit von 1,7% am BIP noch niedriger ausfallen wird.

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