Alles begann aber schon viel früher: Bereits mit vier Jahren war Isabelle Geffroy davon überzeugt, einmal Sängerin sein zu wollen – der Kindheitsraum sollte Wirklichkeit werden. Mit sieben Jahren nahm sie an einem Rundfunk-Casting für alle Altersstufen teil und ergatterte den zweiten Platz. So kam die Gesangskarriere ins Rollen. Ein Studium an der Centre d’Information et d’Activités Musicales in Bordeaux folgte im Alter von 20. In den nächsten Jahren war sie dann Teil von Gruppen wie der Latin-Rockband Don Diego, stand bei dem renommierten Festival Musiques Métisses d’Angoulême auf der Bühne und sang in Cabarets. Auf den Straßen des Pariser Künstlerviertels Montmartre entdeckte sie schließlich der Produzent Kerredine Soltani, mit dem sie ihren ersten Hit „Je veux” komponierte und so auf Bühnen mit bis zu 10.000 Zuschauern befördert wurde.

Nicht nur zahlreiche internationale Solo- und Festivalauftritte und Alben, sondern auch Preise folgten. „Von klein auf konnte ich mich am besten durch Musik ausdrücken. Es war klar, dass ich nur mit Musik meinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Berühmt zu werden war nie mein Traum. Ich wollte nur von der Musik leben können. Dass ich dann mit nur einer Platte so unglaublich erfolgreich wurde, fühlt sich immer noch etwas merkwürdig an. Es fällt mir schwer, mich daran zu gewöhnen“, sagte Zaz gegenüber ZEIT Online.

Über den Tellerrand hinaus

Die nun dreißigjährige Isabelle Geffroy lebt für die Musik. Vor vier Jahren bestieg sie mit einem Gitarristen und einem Bassisten den Mont Blanc und bespielte den Gipfel und die Bergführer unplugged. Ihre Position als internationale Künstlerin nutzt sie dabei aber nicht nur, um Menschen mit französischen Melodien zu begeistern – sie engagiert sich auch bei Colibri. Die 2007 von Pierre Rabhi gegründete Bewegung für Umweltschutz und Entwicklungsprojekte in Afrika bemüht sich um ein neues Gesellschaftsmodell – alle ihre Merchandising-Einnahmen kommen letztendlich Colibri zugute.

Mit Witz und Pep will die Französin nun auch das Budapester Publikum in ihren Bann ziehen. Jeder, der auf jazzig-poppige und elektronische Musik mit französischen Lyrics steht, sollte deshalb Ende Juli das Konzert im Budapest Park besuchen und sich von der kratzigen Stimme der jungen Sängerin verzaubern lassen.


Zaz in Concert

22. Juli 2016 , 18:00 Uhr

Budapest, Budapest Park, Soroksári út 60, 1095 Budapest

Eintritt: ab 9.999 Forint

Weitere Informationen: www.budapestpark.hu


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