Konkret sei auch das Paket Schengen 2.0, das Ministerpräsident Viktor Orbán vor wenigen Wochen vorgestellt hatte, in die Erklärung aufgenommen worden. Darin wird ausgesagt, dass die Staats- und Regierungschefs diese Initiative weiter studieren wollen. „Vielleicht haben wir damit erreicht, dass die EU die Migrationskrise als Ganzes besser bewältigen kann“, wertete Szijjártó.

Ungarn könne ausschließlich Beschlüsse der Europäischen Union unterstützen, die zu einer Abnahme der Einwanderung führen, hatte Szijjártó im Vorfeld der Beratungen vom Montag erklärt. Die EU wollte indessen mit ihren Vorschlägen die Migration noch fördern. Die ursprüngliche Beschlussvorlage von EU- Außenministerin Federica Mogherini bezeichnete der Fidesz-Politiker als vollkommen unakzeptabel.

Sein slowakischer Kollege Miroslav Lajcak (Foto M.) verwies auf die Präsidentschaftswahl in Österreich, die einmal mehr gezeigt habe, dass die Menschen unzufrieden mit den altetablierten sog. Volksparteien sind. „Ich glaube, wir müssen endlich darüber nachdenken, dass wir etwas falsch machen in Europa“, sagte Lajcak, dessen Slowakei an der Seite Ungarns innerhalb der Visegrád-Staaten- Gruppe (V4) seit langem Sturm gegen die Brüsseler Einwanderungspolitik läuft.

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